Superheld im ClubDesk-Outfit fliegt durchs Wolken-Titelbild

Vereinswissen 9 Min. Lesezeit Lena Krischek

VereinswissenSpenden sammeln im Verein: Der Leitfaden für Spendenaktionen in der Schweiz

Mit etwas Vorbereitung und den passenden Hilfsmitteln kann jeder Schweizer Verein schon mit wenig Aufwand erfolgreich Spenden sammeln. Das Tolle dabei: dies gilt nicht nur für grosse, sondern auch für kleine Vereine. Dieser Leitfaden liefert euch die wichtigsten Informationen und Hilfsmittel, um Spendenaktionen einfach und erfolgreich durchzuführen. Von der Planung über die rechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zur Wertschätzung eurer Spender*innen. Hier erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, um mit Spenden effektiv eure Ziele zu erreichen.

Das Wichtigste in Kürze zu Spenden für Schweizer Vereine

  • Bei einer Zuwendung handelt es sich nur dann um eine Spende, wenn Einzelpersonen, Unternehmen oder Organisationen dem Verein etwas zukommen lassen, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen.
  • Sowohl gemeinnützige, d.h. von der Steuer befreite Vereine, als auch nicht gemeinnützige Vereine können Spenden entgegennehmen. Wenn die Spende an einen von der Steuer befreiten Verein geht und in Form von Geld oder Sachleistungen erfolgt, kann die Spende von Spender*innen in der Schweiz steuerlich geltend gemacht werden. 
  • Zweckgebundene Spendenaktionen erzielen üblicherweise höhere Erfolge. Aber es ist auch möglich, allgemeine Spendensammlungen für den Verein durchzuführen.
  • Es gibt verschiedene Arten, wie man Spenden sammeln kann. Wählt die für euch passende Art des Spendenaufrufs. Je nach Projekt kann das etwa eine Online-Crowdfunding-Kampagne für ein umfangreiches Vorhaben sein oder ein direkter persönlicher Aufruf für kleinere Summen, wie zum Beispiel für ein neues Trainingsgerät für die Jugendmannschaften.
  • Effektive Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg. Identifiziert eure Zielgruppen und richtet eure Ansprache speziell auf sie aus, beispielsweise könnt ihr zwischen Unternehmen und Privatpersonen differenzieren. Denkt auch daran, euch zeitnah für die erhaltenen Spenden zu bedanken.
  • Von der Steuer befreite Vereine sollten ihren Spender*innen automatisch eine Spendenbescheinigung zukommen lassen, sodass diese die Spende in der Schweiz mühelos steuerlich geltend machen können.
  • Eure Spendenaktionen werden besonders einfach und erfolgreich sein, wenn ihr eine Software verwendet, die euch durch den gesamten Prozess begleitet – von der Auswahl der Spender*innen bis hin zur Abwicklung der Zahlungen und dem Versenden von Danksagungen.
Vereinswissen-Titelbild zeigt Jungen mit Trikot in Hand

Softwaretipp:
ClubDesk ist eine Online-Software, die alle Aspekte der Vereinsverwaltung in einer Lösung abdeckt – von der Mitgliederverwaltung über die Vereinskommunikation bis hin zur Buchhaltung. Alle diese Aspekte sind relevant, um erfolgreich Spenden zu sammeln: Zum Beispiel braucht ihr Kontaktdaten und Kommunikationsinstrumente, etwa für das effiziente Verschicken von Spendenanfragen per E-Mail oder Post, oder Online-Spendenformulare für das bequeme Überweisen der Spenden. Ebenso wichtig ist eine Buchhaltung, die aus Zahlungseingängen automatisch Spenden erzeugt und gleichzeitig Dankesschreiben oder Spendenbescheinigungen erstellen kann.

Weil ihr das alles mit ClubDesk in einem Paket bekommt, wird viel Zeit bei Spendenaktionen gespart und ihr könnt mit sehr kleinem Aufwand interessante Spendeneinnahmen erzielen.

Was zählt als Spende und was nicht?

Nur wenn eine Zuwendung freiwillig und unentgeltlich in Form von Geld oder Sachleistungen sowie ohne Erwartung einer Gegenleistung geleistet wird, handelt es sich um eine Spende. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Spenden an Vereine, die nicht von der Steuer befreit sind, durch Spender*innen nicht von der Steuer absetzbar sind. In der Schweiz sind die wenigsten Vereine von der Steuer befreit (Sportverein, Musikvereine usw. sind in der Regeln nicht steuerbefreit). Ist euer Verein gemeinnützig und von der kantonalen Steuerbehörde als von der Steuer befreit anerkannt, dann und nur dann dürft ihr euren Spender*innen eine Spendenbescheinigung für ihre Spenden ausstellen.

Weitere Informationen welche Vereine von der Steuer befreit werden können, wie man die Steuerbefreiung erhält und was für Einschränkungen für Spender gelten, erfahrt ihr im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "Steuern für Vereine" in den Abschnitten "Steuerbefreiung für Vereine und Stiftungen wegen Gemeinnützigkeit" und "Können Spender*innen ihre Spenden absetzen?".
Auf der Onlineplattform der Schweizerischen Eidgenossenschaft Fedlex in Artikel 56 g/h könnt ihr im genauen Wortlaut nachlesen, welche Organisationen von einer Steuerbefreiung profitieren können.

Ihr könnt Spenden für einen bestimmten Zweck sammeln (z.B. einen neuen Geräteschuppen), aber auch einfach Spenden für den Verein im Allgemeinen. Sprich, auch nicht zweckgebundene Spenden sind zulässig.

Die Grenzziehung: Wann ist es eine Spende, wann Sponsoring?

Der entscheidende Unterschied liegt in der Gegenleistung. Erfolgt eine Zahlung ohne Gegenleistung, handelt es sich um eine Spende. Erhält der Geldgeber dagegen eine werbewirksame Leistung oder eine andere klar vereinbarte Gegenleistung, liegt in der Regel Sponsoring (Leistungsaustausch) vor.

Das gilt üblicherweise noch als „Spende“

Solange es sich um eine neutrale Danksagung ohne Werbecharakter handelt, bleibt der Spendencharakter in der Regel gewahrt:

  • Namensnennung als Dank: Das Auflisten von Gönner*innen (z.B. im Jahresbericht oder auf der Vereinswebsite) gilt als Dank, solange es keine werbliche Hervorhebung hat (z.B. ohne Firmenlogo, werbliche Verlinkung oder Slogans).
  • Allgemeine Würdigung: Formulierungen wie „Wir danken unseren Unterstützern“, die neutral gehalten sind und keine einzelnen Akteure werblich hervorheben.

Das gilt in der Regel als „Sponsoring“ (keine Spende)

Sobald der Verein dem Geldgeber eine Marktpräsenz oder Werbefläche bietet, ist es Sponsoring:

Sichtbare Werbung: Die Platzierung von Firmenlogos mit Werbewirkung, Werbebannern, Links, Social Media Werbung, Anzeigen

  • Leistungsaustausch: Wenn vereinbart wurde, dass Geld gegen Leistung fliesst (z.B. „Logo auf Trikot gegen 1’000 CHF“ oder “Spende gegen Gegenleistung”).
  • Kaufähnliche Pakete: Wenn Unterstützer im Gegenzug etwas erhalten (wie bei einem Kauf), z.B. Eintrittskarten, VIP-Zugang oder Sachwerte.


Tipp: Wenn ihr Unterstützer*innen öffentlich nennt, gestaltet das bewusst als Dank und nicht als Werbung. Und sobald eine Gegenleistung im Raum steht, behandelt es sauber als Sponsoring - das ist für Buchhaltung und Steuern der sichere Weg.

Welche Arten von Spenden gibt es?

Es gibt fünf unterschiedliche Kategorien von Spenden. Beim Ausstellen einer Spendenbescheinigung muss klar angegeben werden, zu welcher dieser Kategorien die jeweilige Spende gehört. Allerdings ist zu beachten, dass in der Schweiz nicht alle Spendenarten steuerlich absetzbar sind. Insbesondere Zeitspenden lassen sich schwer bewerten, weshalb sie nicht steuerlich geltend gemacht werden können. Die übrigen Spendenarten sind jedoch klar definiert und können, wenn die Bedingungen stimmen, steuerlich absetzbar sein.

Geldspenden

Geldspenden umfassen finanzielle Zuwendungen in Form von Bargeld oder Banküberweisungen, die ohne Gegenleistung gegeben werden.

Sachspenden

Sachspenden umfassen materielle Gegenstände, die an den Verein übergeben werden, z.B. Möbel, Kleidung oder Bücher. Im Gegensatz zu Geldspenden muss für Sachspenden der Wert der gespendeten Gegenstände ermittelt werden.

Für die Wertermittlung von neuen oder kaum gebrauchten Gegenständen ist es hilfreich, den Originalkaufbeleg beizufügen, um den Wert nachzuweisen. Bei gebrauchten Sachspenden ist die Bewertung schwieriger, da der Wert durch Abnutzung sinkt. Eine Möglichkeit, den Wert zu schätzen, besteht darin, den aktuellen Preis ähnlicher Artikel auf Online-Marktplätzen oder in Kleinanzeigen zu prüfen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Steuerbehörden bei gebrauchten Gegenständen eher vorsichtig sind und den Wert möglicherweise niedriger ansetzen. Es ist daher ratsam, eine konservative Schätzung vorzunehmen und alle Berechnungsgrundlagen gut zu dokumentieren. So könnt ihr sicherstellen, dass die Wertbestimmung im Falle einer Nachfrage nachvollziehbar ist.

Zusätzlich bietet die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hilfreiche Merkblätter zur Abschreibung von Sachwerten an, die als Orientierung dienen können, wie die Wertminderung von gebrauchten Spenden korrekt berechnet wird.

Aufwandsspenden

Aufwandsspenden decken die Kosten ab, die Spender*innen für den Verein getragen hat, wie zum Beispiel Portokosten oder Fahrtkosten. Diese Spenden werden steuerlich genauso behandelt wie Geldspenden. Voraussetzung für Aufwandsspenden ist, dass das Handling von solchen Spesen schriftlich geregelt ist (z.B. in den Statuten oder einem Spesenreglement), entsprechende Belege und Quittungen vorliegen und die Spender*innen aktiv auf eine Erstattung dieser Auslagen verzichten. Als Anerkennung für diesen Verzicht können Spender*innen eine Spendenbescheinigung erhalten.

Zeitspenden

Zeitspenden sind Arbeitsstunden, die eine Person freiwillig für den Verein leistet, ohne eine Vergütung zu erwarten. Diese Art der Spende ist in der Schweiz besonders wichtig, da sie einen grossen Beitrag zum Vereinsleben leisten kann. Zeitspenden können jedoch nicht von der Steuer abgesetzt werden. Aus diesem Grund können hier auch keine Spendenbescheinigungen im steuerlichen Sinn ausgestellt werden, selbst wenn der Verein steuerbefreit ist.

Legate und Trauerspenden

Eine weitere bedeutende Spendenart in der Schweiz sind Legate und Trauerspenden. Wenn jemand verstirbt, kann ein Teil des Vermögens an einen Verein vermacht werden. In diesem Fall sollte der Verein die Spender*innen respektvoll würdigen, beispielsweise durch einen Dank in der Vereinszeitschrift oder auf der Website. Dies kann auch andere Mitglieder dazu ermutigen, sich mit dieser Art von Spende auseinanderzusetzen.

Ob und in welcher Höhe dabei Erbschafts- oder Schenkungssteuern anfallen, ist kantonal geregelt. Wenn euer Verein steuerbefreit ist, bestehen in vielen Kantonen Begünstigungen - im Zweifel lohnt sich eine kurze Abklärung im zuständigen Kanton.

Unterschiedliche Arten des Spendenaufrufs

Um Spenden zu sammeln, auch als Fundraising bekannt, haben Vereine zahlreiche Optionen zur Auswahl. Unterschiedliche Aspekte bestimmen, welche Methode am geeignetsten für euer Vorhaben ist. In diesem Überblick findet ihr die wesentlichen Methoden zum Sammeln von Spenden und eine Erläuterung der jeweiligen Vor- und Nachteile.

Crowdfunding und Fundraising-Plattformen

Es stehen zahlreiche Crowdfunding-Plattformen zur Auswahl, falls ihr diese für eure Fundraising-Aktionen in Betracht zieht. Crowdfunding eignet sich besonders gut, um grössere Summen für ein spezifisches Ziel zu sammeln. Ein Vorteil davon ist die Möglichkeit, dass Spenden an die Spender*innen zurückfliessen können, sollten die Finanzierungsziele nicht erreicht werden (bieten nicht alle Plattformen). Beachtet jedoch den erheblichen Aufwand, den das Einrichten und die Bewerbung (beispielsweise über soziale Medien) eines Crowdfunding-Projekts erfordern. Zudem fallen bei fast allen Plattformen Gebühren für die Benutzung der Plattform an, meistens als Prozentsatz des gesammelten Betrags.

Hier sind einige Beispiele für in der Schweiz populäre Crowdfunding-Plattformen:

 

Softwaretipp:
Auf Crowdfunding-Plattformen ist es üblich, dass die gesamten eingegangenen Spenden nach Abschluss auf einmal auf euer Vereinskonto transferiert werden. Anschliessend könnt ihr eine Aufstellung aller individuellen Beiträge bequem als Text- oder Excel-Tabelle herunterladen. Diese Tabelle könnt ihr dann direkt in ClubDesk importieren. Dort wird für jeden Beitrag eine separate Spende erstellt, dem passenden Kontakt zugeordnet oder ein neuer Kontakt angelegt. Gleichzeitig wird für die jeweilige Spende eine Buchung in der Finanzbuchhaltung angelegt. Für zukünftige Spendenaktionen habt ihr dann den Vorteil, schnell auf all die Kontakte zurückgreifen zu können, die euch bereits früher unterstützt haben. Oder ihr könnt z.B. gezielt nach Spenden aus den letzten zwei Jahren filtern, die über 50 CHF lagen und diese für einen neuen Spendenaufruf verwenden. Sollte die Crowdfunding-Plattform nicht von selbst Dankesschreiben oder Spendenbescheinigungen versenden, kann ClubDesk diese mit drei Klicks generieren und verschicken.

Spenden vor Ort

Eine effektive Methode zur Spendengewinnung ist, an vom Verein organisierten Events, die anwesenden Teilnehmer*innen zu bitten, direkt vor Ort zu spenden. Solche Veranstaltungen können unter anderem ein Sommerfest, ein Konzert, eine Versammlung, ein sportliches Turnier oder ein Spendenlauf sein. Durch das Aufstellen einer Spendenbox oder eines Stands, an dem man spenden kann, ermutigt ihr Gäste dazu, euren Verein finanziell zu unterstützen. Diese Form der Spendensammlung lässt sich relativ unkompliziert umsetzen - vor allem, wenn ihr das Event sowieso durchführt. Persönlicher Kontakt zu den Spender*innen ist dabei ein weiterer Vorteil, allerdings ist die Reichweite verglichen mit anderen Methoden begrenzt. Zudem gestaltet sich die Erfassung der Namen der Spender*innen als etwas aufwendiger. Plant ihr das Event primär zum Zweck des Spendensammelns, ist der organisatorische Aufwand im Vergleich zu anderen Massnahmen verhältnismässig hoch.

Tipp: Es ist sinnvoll, auch bei Spenden vor Ort zu dokumentieren, wer gespendet hat. Dazu könnt ihr beispielsweise eine Liste auslegen oder einen TWINT-QR-Code bereitstellen, der zu einem Online-Spendenformular führt. Dies erleichtert es euch, euren Spender*innen für ihre Unterstützung zu danken und bei Bedarf Spendenbescheinigungen auszustellen. Ausserdem habt ihr so die Möglichkeit, bei künftigen Spendenaktionen wieder auf diese Spender*innen zuzugehen.

Softwaretipp:
Ein erheblicher Pluspunkt eines Spendenformulars, sei es auf Papier oder online, liegt darin, dass ihr dadurch die Namen und gespendeten Beträge der Spender*innen erhaltet. Diese könnt ihr dann mühelos in ClubDesk eingeben oder importieren. Auf diese Weise ist es sehr einfach, sich mit Dankesmails oder -schreiben (einschliesslich Spendenbescheinigungen) zu bedanken. Dies kommt bei den Spender*innen gut an und führt erfahrungsgemäss dazu, auch in Zukunft wieder etwas zu spenden. Darüber hinaus habt ihr für zukünftige Fundraising-Aktionen damit bereits eine Liste potenzieller Spender*innen. 

Spenden über die Webseite sammeln

Spendenaufrufe über die Webseite sind eine unkomplizierte Methode, um Spenden für euren Verein zu sammeln. Ihr erstellt einfach eine Spendenseite als Unterseite eurer Vereinshomepage und erreicht so alle eure Webseiten-Besucher*innen. Zudem könnt ihr Leute durch eine Weiterleitung von Social Media, E-Mails oder Briefen auf eine Webseite mit ausführlichen Infos zu eurem Spendenbedarf schicken. Optimalerweise bietet ihr auf so einer Seite neben einer IBAN-Nummer, auf die Spenden überwiesen werden können, auch ein Online-Spendenformular an, welches den Spendenprozess für eure Spender*innen deutlich vereinfacht.

Softwaretipp:
Mit ClubDesk könnt ihr schnell ein Online-Formular für Spendenversprechen erstellen, indem ihr eine der vorgefertigten Vorlage verwendet oder euer eigenes Formular anfertigt. Ebenfalls könnt ihr Spendenformulare von Drittanbietern in eure Vereinswebsite integrieren. ClubDesk-Webseiten unterstützen z.B. das RaiseNow TWINT-Spendenformular oder das Spendenformular von PayPal. Beide ermöglichen, einmalige oder regelmässige Spenden zu erhalten, beispielsweise monatlich oder jährlich. Dies erleichtert es den Spender*innen, euch zu unterstützen, indem sie selbst wählen können, wie viel und wie oft sie spenden möchten, sowie die Art der Zahlung. All diese Möglichkeiten bietet euch ClubDesk mit wenigen Klicks. Je anpassungsfähiger und unkomplizierter ihr das Spenden gestaltet, desto erfolgreicher wird eure Fundraisingkampagne sein.

Spenden mit Rechnungen sammeln

Eine weitere Möglichkeit Spenden zu sammeln ist, dafür eigene Rechnungen zu verschicken. Dies ist der übliche Weg bei Hilfswerken (Rotes Kreuz, WWF usw.), Fördervereinen (Gönnerkreis Theater Basel, Zürcher Kunstgesellschaft usw.) und anderen steuerbefreiten Vereinen, bei denen der Mitgliederbeitrag eigentlich eine Spende ist. Diese Beträge gelten, obwohl sie Spenden sind, eigentlich als geschuldet, das heißt dafür werden in der Regel auch Zahlungserinnerungen verschickt.

Softwaretipp:
Mit ClubDesk ist es möglich, eine Rechnungsposition als Spende zu markieren. Beim Zahlungseingang erzeugt ClubDesk dann daraus automatisch eine Spende. Dadurch wisst ihr, welche Danksagungen oder Spendenbescheinigungen ihr noch verschicken müsst. Zusätzlich könnt ihr dadurch bei zukünftigen Spendenaktionen sehr einfach alle Personen kontaktieren, die schon einmal gespendet haben. Natürlich erzeugt ClubDesk auch automatisch entsprechende Buchungen in der Buchhaltung.

Wenn ihr einer Firma, die ein Spendenversprechen abgegeben hat, eine Bitte um Zahlung schickt, müsst ihr darauf achten, dass ihr in dem Schreiben das Wort „Rechnung“ vermeidet. Wichtig ist, dass klar bleibt: Es handelt sich um eine Spende ohne Gegenleistung. Sobald eine Zahlung als Gegenleistung für Werbung oder eine andere Leistung verstanden werden kann, fällt das in Richtung Sponsoring.

Software-Tipp
In ClubDesk kann über das Rechnungs-Layout der Text „Rechnungsnummer“ ganz einfach geändert werden, und der Begleittext, der über den Positionen angezeigt wird, kann für jedes Schreiben individuell angepasst werden. In den Rechnungseinstellungen lässt sich auch der Titel des Schreibens, das z.B. per E-Mail verschickt wird, von „Rechnung“ auf z.B. „Zahlung für Spende“ ändern.

Als Zusatzposition auf Rechnungen

Eine alternative Option ist es, auf Rechnungen (beispielsweise Mitgliederrechnungen) zu Spenden anzuregen. Die Aufforderung zur Spende könnte dabei als ein zusätzlicher Posten ohne Betrag auf der Rechnung erscheinen. Dies macht es für diejenigen, die bereits Zahlungen an euren Verein leisten, sehr einfach, etwas zu spenden – und das ohne Mehraufwand.

Softwaretipp:
Mit ClubDesk ist es sehr einfach, eine zusätzliche Position ohne Betrag auf der Rechnung einzufügen. Beim Zahlungseingang erkennt ClubDesk, dass der bezahlte Betrag höher als der Rechnungsbetrag ist und schlägt vor, aus dem Differenzbetrag eine Spende zu generieren. Dadurch habt ihr einen klaren Überblick darüber, welche Danksagungen oder Spendenbescheinigungen noch zu versenden sind. Zusätzlich wisst ihr dann auch, welche Personen für zukünftige Spendenaktionen am ehesten kontaktiert werden können, da sie schon einmal gespendet haben. Natürlich erzeugt ClubDesk auch automatisch entsprechende Buchungen in der Buchhaltung. 

Bei Überzahlung von Mitgliederrechnungen

Eine andere Möglichkeit zum Spendensammeln besteht darin, im einleitenden Rechnungstext um einen zusätzlichen, freiwilligen „Zustupf“ zu bitten. Dies ist eine in der Schweiz weit verbreitete Praxis und eignet sich besonders für Rechnungen an Personen, die eurem Verein positiv gegenüberstehen, z.B. Mitglieder. So könntet ihr beispielsweise oben oder unten auf den Jahresmitgliedschafts-Rechnungen eine entsprechende Bitte platzieren, die wie folgt lauten könnte:

„Übrigens: Wenn du möchtest, kannst du deinen Rechnungsbetrag aufrunden und unserem Verein den Überschuss als Spende zukommen lassen. Mit dem zusätzlichen Geld können wir unsere bestehenden Angebote verbessern und sie vielleicht sogar erweitern. Vielen Dank für deine Unterstützung!“

Softwaretipp:
Sobald eine Mitgliederrechnung überzahlt wird, könnt ihr in ClubDesk beim Einlesen des Zahlungseingangs mit einem Klick entscheiden, was mit dem Differenzbetrag geschehen soll. Zum Beispiel könnt ihr daraus direkt einen Spendeneintrag erzeugen. So müsst ihr den überwiesenen Betrag nicht manuell aufteilen und auch nicht manuell eine Buchung in der Buchhaltung erfassen. Ebenso einfach geschieht auch das Bedanken und das Verschicken einer Spendenbescheinigung dank ClubDesk per Knopfdruck.

Spendenaufruf per E-Mail oder Brief

Euer Verein hat die Möglichkeit, Newsletter oder E-Mails für Spendenaufrufe zu verwenden, doch auch klassische Briefe könnten eine Option sein, da manche Menschen darauf besser reagieren als auf digitale Nachrichten. Bedenkt jedoch, dass beim Versenden von Briefen zusätzliche Kosten für Material und Porto anfallen. Trotzdem bietet beides, E-Mails und Briefe, den Vorteil, dass ihr günstig sehr viele potenzielle Unterstützer*innen gleichzeitig erreichen und kontinuierlich über eure Projekte informieren könnt.

Tipp: Wenn ihr Spendenaufrufe per E-Mail verschickt, beachtet nicht nur das UWG, sondern zwingend das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG). Ihr dürft per E-Mail nur Leute anschreiben von denen ihr eine Einwilligung habt und müsst transparent informieren, wie ihre Daten genutzt werden (Datenschutzerklärung). Bei Nicht-Mitgliedern ist für E-Mails in der Regel eine Opt-In-Einwilligung notwendig, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Alles zum Thema Datenschutz für Vereine könnt ihr ebenfalls im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber “Datenschutz für Schweizer Vereine” nachlesen.

Softwaretipp:
Mit ClubDesk lassen sich Aufrufe für Spenden schnell und mühelos vorbereiten. Die integrierte Mitglieder- und Kontaktverwaltung ermöglicht es euch, alle relevanten Kontaktdaten von möglichen sowie früheren Spender*innen zentral zu verwalten. Ihr habt den Überblick darüber, wer wann welchen Beitrag geleistet hat. Dadurch wird niemand vergessen und jede Person auf dem passenden Weg kontaktiert. Besser noch: Bildet Gruppen wie Unterstützer*innen, Ehrenmitglieder, ehemalige Spender*innen oder lokale Unternehmen, um jeden potenziellen Förderer gezielt anzusprechen und so die Spendeneinnahmen effektiv zu steigern.

Übrigens bietet VitaminB, die Fachstelle für Vereine, ebenfalls ein ausgezeichnetes PDF zum Thema Fundraising.

Drei Personen sortieren Sachspenden auf einem Tisch

Spendenaktionen für Vereine durchführen

Um eine Spendensammlung für euren Klub erfolgreich durchzuführen, ist etwas Vorbereitung und Organisation notwendig. Es ist wichtig, dass ihr zunächst eindeutige Ziele und den Zweck der Aktion festlegt. Denkt darüber nach, wofür die Spenden gebraucht werden und bestimmt einen realistischen Spendenzielbetrag bei grösseren Vorhaben. Natürlich könnt ihr auch allgemein für den Verein sammeln. Findet heraus, wer potenzielle Spender*innen sein könnten und überlegt euch die effektivste Art, sie zu erreichen - ob persönlich, über soziale Netzwerke, per E-Mail oder bei Events.

Erarbeitet einen klaren, aber einfachen Zeitplan, der von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung alles Wesentliche berücksichtigt. Stellt bei Bedarf ein Team zusammen, das spezifische Aufgaben und Zuständigkeiten hat.

Bietet unkomplizierte Möglichkeiten zu spenden – sowohl online als auch offline. Zeigt eure Wertschätzung gegenüber allen Spender*innen und Helfer*innen individuell, am besten mit massgeschneiderten Danksagungen. Gebt ihnen ausserdem Einblick, wie ihre Spenden genutzt wurden oder dem Verein zugutekamen. Schnelle und positive Rückmeldungen können zukünftige Spendenerfolge wesentlich verbessern.

Die Pflege langfristiger Beziehungen zu euren Spender*innen ist sehr hilfreich. Haltet sie durch regelmässige Infos und das Versenden von Einladungen zu Veranstaltungen eures Vereins auf dem Laufenden. Informiert sie ausserdem kontinuierlich über die Entwicklungen und Erfolge eures Vereins. So könnt ihr auch in Zukunft auf weitere Spenden hoffen.

Softwaretipp:
Der Erfolg einer Spenden-Kampagne beruht auf der Kombination zahlreicher Faktoren. Es geht darum, geeignete Spender*innen zu identifizieren, sie persönlich anzusprechen – und das über den passenden Kommunikationsweg. Weiterhin ist es wichtig, sich zeitnah für Spenden zu bedanken und notwendige Spendenbescheinigungen zügig zu versenden. Besonders für kleinere Vereine kann dies ohne eine umfassende Lösung, die viele dieser Aufgaben automatisiert oder vereinfacht, eine kaum zu bewältigende Herausforderung sein. ClubDesk integriert alle Schritte einer Spendenkampagne nahtlos miteinander – und das grösstenteils automatisiert. So können auch kleine Spendenaktionen mühelos Früchte tragen.

Überzeugende Kommunikation ist entscheidend

Eine gute Kommunikation ist ausschlaggebend für das erfolgreiche Spendensammeln. Hier lest ihr kurz, auf was ihr bei der Kommunikation besonders achten solltet.

Zielgruppe auswählen

Bestimmt eure Zielgruppe und entscheidet, welche potenziellen Spender*innen ihr erreichen möchtet. Mögliche Spender*innen für euren Verein können sein:

  • Mitglieder
  • Ehemalige oder Ehren-Mitglieder
  • Bekannte und Fans
  • Private Gönner
  • Lokale Firmen/Unternehmen
  • Fördervereine und Stiftungen
  • Lotterien

Nehmt auch Kontakt mit Spender*innen auf, die bei zurückliegenden Aktionen schon einmal gespendet haben. Es könnte gut sein, dass sie eurem Verein wieder etwas zugutekommen lassen. 

Softwaretipp:
Eine All-in-One-Lösung wie ClubDesk bietet euch direkten Zugriff auf potenzielle Spender*innen. Durch die stetig wachsende Menge an Kontaktdaten in der Mitglieder- oder Kontaktverwaltung lassen sich mit nur wenigen Klicks viele Kontakte für Spendenaufrufe auswählen und gruppieren, so dass ihr jede Zielgruppe individuell anschreiben könnt. Ihr könnt zudem bequem frühere Spender*innen erreichen. Auf diese Weise lassen sich relevante Spender*innen einfach identifizieren und ansprechen, sodass niemand übersehen wird und die Chancen einer erfolgreichen Spendenkampagne deutlich steigen. 

Individuelle Ansprache

Es ist ratsam, diese unterschiedlichen Zielgruppen gezielt und individuell zu adressieren. Die Art der Ansprache hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Zweck der Spende, der zugrundeliegenden Motivation und ob es Gross- oder Kleinspender*innen sind. Je nachdem, an wen sich ein Spendenaufruf richtet, kann dieser emotional, informativ, formell oder zwanglos gestaltet werden.

Softwaretipp:
Die gezielte Kommunikation wird einfacher, wenn ihr alle potenziellen Spender*innen übersichtlich in verschiedene Zielgruppen einteilen könnt. ClubDesk unterstützt euch dabei, was eine spezifische Ansprache erleichtert. So könnt ihr beispielsweise aktive Vereinsmitglieder anders adressieren als passive Mitglieder oder Fans. Praktisch ist auch ein schneller Überblick über die bisherigen Spendenhöhen einzelner Personen. Das hilft bei der Formulierung von Vorschlägen für die Spendensumme und kann somit zu höheren Spenden beitragen.

Auf Absetzbarkeit von der Steuer hinweisen

Wenn euer Verein steuerbefreit ist, dann könnt ihr eure potenziellen Spender*innen darauf hinweisen, dass sie ihre Spende von der Steuer absetzen können. Gegebenenfalls könnt ihr auch erwähnen, dass sie für ihre Spende eine Spendenbescheinigung erhalten, was es sehr bequem macht, die Spende von den Steuern abzusetzen. 

Zewo-Zertifizierung erwähnen

Je vertrauenswürdiger ein Verein wirkt, desto eher sind Personen bereit, zu spenden. In der Schweiz gibt es ein etabliertes Gütesiegel von Zewo für steuerbefreite Vereine. Durch die Zewo-Zertifizierung eures Vereins werdet ihr vermutlich mehr Spenden erhalten. Das heisst, wenn ihr Zewo-zertifiziert seid, solltet ihr das bei euren Spendenaktionen erwähnen.

Ethische Richtlinien einhalten

Die Glaubwürdigkeit eures Vereins ist ein sehr wertvolles Gut. Darum solltet ihr euch unbedingt an ethische Richtlinien halten und in Spendenaufrufen offen und ehrlich kommunizieren, nichts versprechen, das ihr nicht halten könnt, usw.

Als Leitfaden hierfür empfiehlt sich die ethischen Richtlinien von Swissfundraising der Berufsorganisation der Schweizer Fundraiser*innen.

Nachfragen und erinnern

Für den Erfolg eurer Spendenaktion kann es förderlich sein, wenn ihr nach dem initialen Aufruf und der persönlichen Zielgruppenansprache nochmals an die Spendenmöglichkeit erinnert. Nutzt dafür Plattformen wie eure Website, soziale Netzwerke oder den Newsletter.

Das Spenden einfach machen

Gestaltet den Spendenprozess für eure Zielgruppe einfach und direkt. Gebt den Spender*innen Optionen wie Barzahlung, TWINT, PayPal oder Banküberweisung.

Softwaretipp:
ClubDesk bietet mehrere Optionen, um es Spender*innen möglichst leicht zu machen, eurem Verein Geld zukommen zu lassen. Ob per QR-Rechnung, einem Online-Spendenformular (TWINT oder PayPal) oder die Option, eine Rechnung zu überzahlen – Spender*innen bekommen damit eine breite Auswahl. Testet am besten verschiedene Methoden, um herauszufinden, welche Kanäle bei euren Spender*innen am beliebtesten sind.

Umgehend und individuell Danke sagen

Ihr solltet euch immer baldmöglichst und auf persönliche Weise bei den Spender*innen für ihre Unterstützung zu bedanken. Vermeidet dabei, dass die Danksagung unpersönlich oder wie eine Massennachricht wirkt. Eine individuelle Anerkennung lässt die Spender*innen die Wertschätzung des Vereins spüren. Wartet damit nicht bis zum Ende des Quartals oder Jahres. Ein zeitnahes Dankeschön signalisiert euren Spender*innen, dass ihr Beitrag wertgeschätzt wird und wichtig für die Organisation ist. Genau das kann die Bereitschaft für zukünftige Spenden steigern.

Softwaretipp:
Es ist gängige Praxis, sich regelmässig, möglichst innerhalb einer Woche, bei den neuesten Spender*innen für ihre Beiträge zu bedanken. Wer jemals manuell Danksagungen oder individuelle E-Mails verfasst hat, kennt den hohen Zeitaufwand, der damit verbunden ist. Besonders in ehrenamtlichen Strukturen kann dies eine Überforderung darstellen. ClubDesk erleichtert diesen Prozess erheblich: Ihr bekommt eine Übersicht der eingegangenen Spenden und gleichzeitig auch angezeigt, bei wem ihr euch noch bedanken müsst. Dadurch könnt ihr allen Spender*innen schnell mit nur wenigen Klicks und dennoch persönlich eure Dankbarkeit ausdrücken. Und denkt daran: Diese Form der Anerkennung führt häufig zu weiteren Spenden in der Zukunft.

Über erfolgreiche Spendenaktionen berichten

War eure Spendenkampagne ein Erfolg? Dann zeigt es allen und informiert darüber. Die Spender*innen werden erfreut und stolz sein, zu erfahren, was der Verein dank ihrem Beitrag umsetzen konnte, sowie eher motiviert sein, bei zukünftigen Aktionen erneut zu spenden. Zusätzlich könnten Personen, die bisher nicht gespendet haben, angeregt werden, euren Verein beim nächsten Mal zu unterstützen. Berichtet beispielsweise auf eurer Webseite, über Social-Media-Kanäle oder in eurem Vereinsmagazin über die gelungene Initiative und betont, wie wertvoll die Unterstützung der Spender*innen für euren Verein war.

Spendenbescheinigungen richtig ausstellen

Spendenbescheinigungen können von einem Verein in der Schweiz nur dann ausgestellt werden, wenn dieser steuerbefreit ist. Das setzt voraus, dass der Verein einen Antrag auf Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit beim zuständigen Kanton eingereicht hat und die kantonale Steuerbehörde der Steuerbefreiung zugestimmt hat. Mehr dazu, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um steuerbefreit zu sein und wie ihr die Steuerbefreiung beantragt, erfahrt ihr im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "Steuern im Verein" im Absatz “Steuerbefreiung für Vereine und Stiftungen wegen Gemeinnützigkeit“.

Obwohl ein steuerbefreiter Verein nicht zur automatischen Ausstellung einer Spendenbescheinigung verpflichtet ist, solltet ihr diese unbedingt an allen Spender*innen schicken, da Spenden in den meisten Kantonen nur gegen Vorlage eines Belegs (z.B. Bankbeleg, Quittung oder Spendenbescheinigung des Vereins) von der Steuer abgesetzt werden können. Wenn ihr es den Spender*innen leicht macht, die Spende von der Steuer abzusetzen, ist die Chance auf eine erneute Spende natürlich höher. Wichtig dabei ist, dass die Bescheinigung alle wichtigen Angaben wie z.B. Name des Vereins, Name der spendenden Person und Höhe der Spende enthält.

Achtung: Egal ob euer Verein steuerbefreit ist oder nicht, verlangt ein*e Spender*in einen Beleg für eine getätigte Spende, muss der Vereine nach OR Art. 88 eine "normale" Quittung ausstellen. Steuerbefreite Vereine machen das am besten mit einer Spendenbescheinigung. Vereine ohne Steuerbefreiung sollten darauf achten, dass auf der Quittung klar steht, dass der Verein nicht steuerbefreit ist und diese Spende nicht bei der Steuer geltend gemacht werden kann.

Alle wichtigen Informationen rund um das Thema Spendenbescheinigungen für Schweizer Vereine könnt ihr im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "Spendenbescheinigung" nachlesen. Dort findet ihr Details darüber, ob und wer in eurem Verein Spendenquittungen ausstellen darf, wieso sich das Ausstellen von Spendenbescheinigungen lohnt, wie Spenden in der Steuererklärung abgesetzt werden können, etc.

Und wenn ihr einen Verein gründen wollt und wissen möchtet, welche Voraussetzungen dafür gelten und worauf ihr bei der Gründung achten müsst, findet ihr alle wichtigen Informationen im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber „Verein gründen“.

Softwaretipp:
ClubDesk erzeugt auf Knopfdruck Spendenbescheinigungen, die alle Informationen enthalten, die die kantonalen Steuerverwaltungen fordern. Zudem könnt ihr diese Bescheinigungen mit ClubDesk auch sehr bequem direkt per E-Mail oder Brief verschicken.

Eine Frau kalkuliert Kosten am Taschenrechner

Wann können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden?

Wie bereits erwähnt, darf euer Verein nur dann Spendenbescheinigungen ausstellen, wenn er steuerbefreit ist. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass auch gemeinnützige Vereine nicht automatisch von Steuern befreit sind. Anträge auf Steuerbefreiung aufgrund von Gemeinnützigkeit sollten an die kantonalen Steuerbehörden gerichtet werden, die auch über die erforderlichen Kriterien informieren und die formellen Anträge entgegennehmen. Zum Antrag müssen die Statuten, das Gründungsprotokoll, Jahresabschlüsse und andere Dokumente, welche die Aktivitäten des Vereins beschreiben, hinzugefügt werden. Die Statuten müssen den gemeinnützigen oder anderweitig ausgerichteten Zweck des Vereins deutlich machen. Der Zweck eines Vereins darf nicht primär seinen Mitgliedern dienen (also keine Sportvereine, Selbsthilfeorganisation, o.ä.). Darüber hinaus dürfen Vorstände in der Regel keine Vergütung erhalten. Alle Spenden müssen zudem freiwillig und ohne Gegenleistung des Vereins erfolgen.

Im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber zum Thema "Steuern im Verein" könnt Ihr nachlesen, welche Bedingungen euer Verein in der Schweiz erfüllen muss und welche Unterlagen zur Prüfung den kantonalen Steuerverwaltungen vorgelegt werden müssen, wenn ihr die Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit beantragt. 

Und alles zum Thema Vereinsstatuten (Pflicht-/Soll-Inhalte, Besonderheiten für steuerbefreite Vereine, Musterstatuten, etc.) findet ihr im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "Vereinsstatuten".

Was gilt es bei Spendenquittungen noch zu beachten?

Für Spendenbescheinigungen gibt es kein fest vorgeschriebenes Formular. Sie müssen jedoch bestimmte Angaben wie Datum der Spende, Name des Spenders und Empfängers der Spende, Spendenbetrag, usw. enthalten. Unterschrieben werden darf eine Spendenbescheinigung nur von zeichnungsberechtigten Personen. Falls ihr mehr über Spendenquittungen erfahren möchtet und wissen wollt, worauf ihr beim Ausstellen achten müsst, findet ihr alle wichtigen Informationen im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber „Spendenbescheinigung“. In diesem Ratgeber wird unter anderem erklärt, wer im Verein berechtigt ist, Bescheinigungen auszustellen, wie eine Zuwendungsbestätigung korrekt aufgebaut wird und welche Aufbewahrungsfrist gilt. Zudem werden die Unterschiede zwischen Einzel- und Sammelbestätigungen erklärt.

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet am Laptop

Spenden verwalten und verbuchen

Es ist von grosser Bedeutung, eine sorgfältige Buchführung zu pflegen, um die finanzielle Transparenz eures Vereins zu gewährleisten. Eine doppelte Buchführung erlaubt es euch, sämtliche Einnahmen und Ausgaben klar nachzuvollziehen – auch wenn diese Art der Buchhaltung nicht vorgeschrieben ist. Dennoch verbessert sie zum einen die Verwaltung eurer Geldmittel und hilft zum anderen auch dabei, alle gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Eine gute Software kann euch in der finanziellen Führung eures Vereins bedeutend entlasten. Damit könnt ihr auch einfach sicherstellen, dass ihr den rechtlichen Bestimmungen in der Schweiz, sowohl im Allgemeinen als auch speziell in der Handhabung von Spenden, gerecht werdet.

Spenden verbuchen

Um eine präzise Dokumentation eurer Vereins-Finanzen zu führen, ist es notwendig, alle Geld- und Sachspenden korrekt in der Buchhaltung zu erfassen. Geldspenden, die in bar geleistet werden, solltet ihr normalerweise gleich auf das Vereinskonto einzahlen und in den Finanzunterlagen festhalten. Sachspenden hingegen müssen mit ihrem geschätzten Wert in der Buchhaltung registriert werden.

In der Schweiz gibt es keinen starr vorgeschriebenen Standardkontenrahmen für Vereine. Oft orientieren sich Vereine aber am KMU-Kontenrahmen oder an Eigenentwicklungen, die an diesen angelehnt sind. Wichtig ist vor allem eine saubere Trennung, damit ersichtlich ist, wie viele Geld- und Sachspenden eingehen. Im KMU-Kontenplan bietet sich das Buchen im Bereich der Kontengruppe 3600 “Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen” an, z.B. 3610 “Geldspenden” und 3620 “Sachspenden”.

Softwaretipp:
Sucht ihr nach einer Methode, um Spendenaktionen vom Spendenaufruf bis zur korrekten Verbuchung in der Vereinsbuchhaltung einfach und erfolgreich abzuwickeln? Mit ClubDesk könnt ihr E-Banking-Zahlungseingänge, TWINT, PayPal oder Crowdfunding-Transaktionen über CSV-Importe einlesen, woraufhin automatisch Spendenbelege und Buchungseinträge in der Vereinsbuchhaltung erstellt werden. Das erspart euch wertvolle Zeit und minimiert Erfassungsfehler. 

Online-Programme für Spendenaktionen nutzen

Nur durch den Einsatz geeigneter Online-Tools können auch mittlere und kleinere Vereine einfach und erfolgreich Spendenaktionen durchführen. Wie ihr bereits festgestellt habt, spielen sich Spendenaktionen in mehreren Bereichen der Vereinsverwaltung ab: Ihr benötigt Kontaktinformationen für Spendenaufrufe, ein E-Mail-Programm zum Verschicken von Aufrufen und Spendenbescheinigungen, Online-Formulare zur Erleichterung der Zahlungsabwicklung oder für Spendenversprechen, eine Buchführung für die finanzielle Verarbeitung, ein Überblick über die Spenden zur Auswertung sowie das Erstellen und Versenden von Danksagungen und Spendenbescheinigungen. Dies ist nur eine Auswahl der Aufgaben, die dabei anfallen. 

Zusammengefasst: Ohne ein Softwarepaket, das all diese Tätigkeiten bündelt und viele Arbeitsschritte automatisiert, ist es für kleinere Vereine so gut wie unmöglich, effiziente Spendenaktionen mit vernünftigem Aufwand zu realisieren. Die einzelnen Schritte werden sonst zu komplex und zeitaufwendig. Es ist ratsam, nach einer Software zu suchen, die alle diese Bereiche abdeckt. Denn dann lohnen sich selbst die kleinsten Spendenaktionen.

Softwaretipp:
ClubDesk vereint alle Schritte für erfolgreiche Spendenaktionen in einer Software und bündelt alle relevanten Daten. Daher gestalten sich Spendenkampagnen mit ClubDesk besonders unkompliziert und effektiv. Überzeugt euch selbst!

Fazit: Die Bedeutung von Spenden für Vereine

Erfolgreiche Spendenkampagnen bieten eurem Verein nicht nur wichtige finanzielle Ressourcen, sondern sie festigen auch das Gemeinschaftsgefühl und fördern das äussere Image des Vereins. Obwohl das Sammeln von Spenden aufwendig sein kann, erleichtert etwas Planung, und vor allem der Einsatz adäquater Software, diesen Prozess ganz erheblich. In der heutigen Zeit können daher alle Vereine erfolgreich Spenden sammeln und sollten dies auch nutzen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Spenden sammeln im Verein

Kann ein Verein an einen anderen Verein spenden?

Ja, es ist jedoch wichtig, dass die Statuten des spendenden Vereins beachtet werden. Es muss klar sein, ob die Förderung anderer Vereine ausdrücklich gestattet oder begrenzt ist.

Sind Spenden an nicht gemeinnützige Vereine in der Schweiz möglich?

Auch Vereine, die nicht als gemeinnützig und von der kantonalen Steuerbehörde nicht als steuerbefreit anerkannt sind – und dazu zählen die meisten Vereine in der Schweiz – können Spenden erhalten. Allerdings können die Spender diese Spenden nicht von der Steuer absetzen.

Worin unterscheiden sich Spenden und Sponsoring?

Spenden sind grundsätzlich uneigennützige und freiwillige Beiträge in Form von Geld oder Sachleistungen. Zudem unterstützen sie den Zweck des Vereins – und all das, ohne irgendeine Art Gegenleistung zu erwarten. Das sieht beim Sponsoring anders aus: Dort werden in der Regel Verträge abgeschlossen, die dem Sponsor einen Gegenwert in Form von Werbung, Imageverbesserung oder anderen Vorteilen versprechen.

Können auch Sachen gespendet werden?

Sachspenden wie Möbel, Kleidung oder Trainingsgeräte können in der Schweiz als Spende geltend gemacht werden, sofern die Rahmenbedingungen erfüllt sind. Auf der Spendenbescheinigung muss die Spendenart angegeben werden.

Kann auch Arbeitszeit gespendet werden?

In der Schweiz sind steuerliche Spendenabzüge grundsätzlich an einen tatsächlichen Geld- oder Sachfluss geknüpft. Demzufolge wird ehrenamtlich geleistete Arbeit, also die "Spende" von Zeit, von den Steuerbehörden nicht als abzugsfähiger Aufwand anerkannt.

Gibt es für steuerlich absetzbare Spenden eine Ober- und Untergrenze?

Ja, bei der Bundessteuer können bis zu 20 % des Nettoeinkommens steuerlich geltend gemacht werden. Dies gilt in den meisten Kantonen der Schweiz auch für die Staats- und Gemeindesteuer. Ausnahmen sind: 

  • Jura: 10%
  • Neuenburg: 5%
  • Tessin: grundsätzlich 20 %, in speziellen Fällen bis 50 %
  • Basel-Land: keine Obergrenze 

Allerdings muss innerhalb eines Jahres mindestens ein Betrag von 100 CHF gespendet werden, um diesen von der Steuer abziehen zu dürfen (Thurgau 200 CHF). Dabei ist es egal, ob Spender*innen mehrere kleine Beträge mit einer Gesamtsumme von mindestens 100 CHF oder einen grossen Betrag in mindestens dieser Höhe gespendet haben.

Den genauen Wortlaut des Gesetzes findet ihr auf der Onlineplattform der Schweizerischen Eidgenossenschaft Fedlex. Die Abzugsgrenzen werden in Artikel 33a behandelt.

Können Spenden an jeden Verein durch Spender von der Steuer abgesetzt werden?

Spenden an Vereine können nur steuerlich abgesetzt werden, wenn der Verein von der kantonalen Steuerbehörde als steuerbefreit eingestuft ist, was in der Schweiz eher die Ausnahme darstellt. Nur Vereine, die Dritte oder die Allgemeinheit begünstigen (und nicht ihre Mitglieder), werden von der Steuer befreit. Die Spende wird in der Steuererklärung in der Rubrik „Abzüge“ oder „freiwillige Zuwendungen“ eingetragen.

Können Spender Spenden auch ohne Beleg steuerlich geltend machen?

In der Schweiz können Spenden in der Regel nur mit einem Beleg (z.B. Bankbeleg, Quittung oder Spendenbescheinigung des Vereins) von der Steuer abgezogen werden. Allerdings gibt es auch eine Ausnahme, die manchmal zulässig ist: Bei sogenannten „Haus- und Türenspenden“ können Spenden eingetragen werden, ohne dass man einen Beleg dafür hat. Allerdings ist dies keine Garantie, dass der Betrag auch tatsächlich von der Steuerbehörde akzeptiert wird. Zur Sicherheit sollte man bei der Steuerveranlagung prüfen, ob diese Position berücksichtigt wurde.

Dürfen auch Firmen an Vereine spenden?

Ja, Unternehmen dürfen Vereinen Spenden zukommen lassen – in der Schweiz spenden jährlich etwa drei Viertel aller Unternehmen etwas, es gehört also zur gängigen Praxis. Allerdings ist es wichtig, die bereits genannten rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen zu beachten und die Spende korrekt zu dokumentieren.

Müssen Spenden an eine bestimmte Aufgabe/Projekt gekoppelt sein?

Nein, das ist nicht erforderlich. Spenden können spezifischen Zwecken zugeordnet werden (wie etwa die Anschaffung neuer Trainingsausrüstung), aber es ist ebenso möglich, sie dem Vereinszweck im Allgemeinen zu widmen.

Können auch Mitgliedsbeiträge als Spenden geltend gemacht werden?

Mitgliedsbeiträge beinhalten normalerweise eine Gegenleistung (z.B. Trainingseinheiten, Nutzung von Vereinsangeboten). Daher werden sie in der Schweiz nicht als Spende anerkannt. In einigen Fällen jedoch kann der Mitgliedsbeitrag oder ein Teil davon als Spende gelten, wenn er ohne wesentliche Gegenleistung (also als Spende) geleistet wird. Dies muss jedoch im Einzelfall geprüft und vom Verein oder der Organisation entsprechend ausgewiesen werden. 

Mitgliederbeiträge an Hilfswerke werden von den Steuerbehörden häufig trotzdem wie Spenden behandelt und akzeptiert, solange sie an eine von der Steuer befreite, gemeinnützige Organisation gehen. Im Zweifel lohnt es sich, bei der zuständigen Steuerbehörde nachzufragen.

Darf ein Verein anonyme Spenden annehmen?

Ja, Vereine dürfen grundsätzlich anonyme Spenden annehmen. Es gibt aber einige Punkte, die zu beachten sind. Eine Obergrenze für anonyme Spenden ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch setzen einige Vereine eine solche Grenze in ihren eigenen Richtlinien fest. Für derartige Spenden kann natürlich keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. Ein Verein kann sich für solche Beiträge bedanken, indem er beispielsweise auf seiner Webseite oder in seiner Vereinszeitschrift seine Anerkennung ausdrückt. Zudem ist es wichtig, dass diese Spendensummen sorgfältig erfasst und dokumentiert werden Bei hohen Spendensummen sollte zudem sichergestellt werden, dass nicht gegen das Geldwäschereigesetz verstossen wird. Auch wenn Vereine in der Regel nicht unter dieses Gesetz fallen, sollte die Geldherkunft plausibel sein.

Mitgliederbeiträge an Hilfswerke werden von den Steuerbehörden häufig trotzdem wie Spenden behandelt und akzeptiert, solange sie an eine von der Steuer befreite, gemeinnützige Organisation gehen. Im Zweifel lohnt es sich, bei der zuständigen Steuerbehörde nachzufragen.

Können Schweizer Vereine Spenden aus dem Ausland annehmen?

Im Allgemeinen ist es für Vereine in der Schweiz gestattet, Spenden aus dem Ausland entgegenzunehmen. Es ist jedoch sicherzustellen, dass die Spenden den Zielen des Vereins entsprechen und nicht gegen gesetzliche Vorgaben verstossen, z.B.  bezüglich der Geldwäschebekämpfung. Eine gründliche Überprüfung und Dokumentation der Spenden ist essentiell, um jegliche rechtlichen oder steuerlichen Probleme zu verhindern. Ferner ist es für die Spender*innen nicht möglich, ihre Spendenbeträge von der Steuer abzuziehen.

Über den Autor:

Lena Krischek

Lena Krischek

Als 1. Vorsitzende eines Fanclubs bringt Lena jede Menge Praxiserfahrung in der Vereinsführung und Kommunikation mit. Die studierte Marketing-Managerin verknüpft Vereinsarbeit geschickt mit wirkungsvoller Öffentlichkeitsarbeit.

Zur Übersicht

Das könnte dich auch interessieren

ClubDesk bietet viel mehr als nur Mitgliederverwaltung

Icon Mitglieder erfassen und verwalten

Mitgliederverwaltung
Mitgliederdaten DSGVO-Konform erfassen, filtern und verwalten. Mehr erfahren >

Icon Website erstellen

Vereinshomepage
Moderne und mobilfähige Vereinswebsite erstellen. Mehr erfahren >

Icon Kalender mit Haken

Terminkalender
Vereinstermine für Trainings und Sitzungen planen und organisieren. Mehr erfahren >

Icon Rechnungen und Buchhaltung

Finanzen
Rechnungen und Buchhaltung einfach erstellen und verwalten. Mehr erfahren >

Icon Vereinsdokumente ablegen

Vereinsdokumente
Vereinsdokumente wie Verträge & Satzungen zentral ablegen. Mehr erfahren >

Icon E-Mails und Briefe

E-Mails & Briefe
Automatische Adressverwaltung für den Versand von Mails & Briefen. Mehr erfahren >